
Bericht von: Michael Balduin
Dan‑Vorbereitungslehrgang vom 17. Mai 2026
Starke Leistung vom Taekwondo Musado Alsdorf in Zülpich
1. Einleitung
Der diesjährige Dan‑Vorbereitungslehrgang am 17. Mai 2026 wurde vom TuS Chlodwig 1896 Zülpich e.V. ausgerichtet und von einem erfahrenen Referententeam begleitet.
Die Lehrgangsleitung übernahm Thomas Lettner, unterstützt vom DVL‑Team mit Oliver Friske, Stephanie Dumrath und Nicole Braun. Als Gast war Hans‑Peter Erberich (9. Dan) vor Ort.
Nach einer kurzen Begrüßung startete der Lehrgang mit einem dynamischen Aufwärmprogramm, das alle Teilnehmenden optimal auf die bevorstehenden Trainingsabschnitte vorbereitete.
2. Grundschule
Der erste technische Block widmete sich der Grundschule. Im Mittelpunkt standen saubere Stände, klare Hüftarbeit und präzise Bewegungsabläufe. Die Teilnehmenden arbeiteten konzentriert an Stabilität und Wiederholungsroutine – eine wichtige Grundlage für alle weiteren Inhalte des Tages.
3. Formen
Im Anschluss wurde in drei Leistungsgruppen trainiert: Rot–Schwarz, 1. Dan und 2. Dan. Jede Gruppe arbeitete intensiv an Rhythmus, Ausdruck und technischen Details. Besonders im Fokus standen flüssige Übergänge und ein klarer Bewegungsfluss, der die Verbindung zur Grundschule deutlich sichtbar machte.
4. Sparring
Nach der Pause begann der Sparring‑Teil. Die Referenten erinnerten an die korrekte Schutzausrüstung und betonten die Bedeutung von Explosivität und klar hörbaren Treffern auf die Weste.
In verschiedenen Partnerübungen wurden Timing, Distanzgefühl und taktisches Verhalten geschult. Ein Situationssparring – etwa das Aufholen eines Rückstands – forderte die Sportler zusätzlich heraus. Der Block endete mit freiem Sparring bis etwa 14:15 Uhr.
5. Hosinsul
Um 14:40 Uhr startete der Selbstverteidigungsabschnitt. Zunächst wurde in Männer‑ und Frauengruppen gearbeitet, später wieder gemischt. Alle trugen die Weste, um Sicherheit und klare Trefferzonen zu gewährleisten.
Die Inhalte reichten vom lauten Kampfschrei über kontrolliertes Wegschubsen bis hin zum Lösen aus Griffen und dem Nachsetzen mit Paldung Chagi. Die Referenten betonten dabei immer wieder die Verhältnismäßigkeit der Techniken.
6. Ilbo Taeryon – Terminologie
Ein kurzer theoretischer Teil widmete sich der Begrifflichkeit des Einschritt‑Kampfes.
Im Verein wird die traditionelle Bezeichnung Ilbo Taeryon verwendet. Die moderne WT‑Bezeichnung Hanbon Kyorugi meint denselben Inhalt – der Unterschied liegt ausschließlich in der sprachlichen Herkunft.
7. Bruchtest (Kyokpa)
Zum Abschluss wurde der Bruchtest thematisiert. Hier geht es nicht um rohe Kraft, sondern um Technik, Fokus und Präzision. Entscheidend sind Hüftarbeit, Distanz, Treffgenauigkeit und ein klarer Kampfschrei. Typische Techniken wie Paldung Chagi wurden erläutert und in ihren Anforderungen erklärt.
8. Fazit
Der Lehrgang war hervorragend organisiert und bot wertvolle Impulse für alle Teilnehmenden.
Musado Alsdorf präsentierte sich engagiert, konzentriert und bestens vorbereitet.
Ein besonderer Dank gilt dem ausrichtenden Verein TuS Chlodwig 1896 Zülpich e.V. für die professionelle Durchführung.







